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Griechische Münzen

Preisgestaltung bei antiken Münzen
Die Nominale
griechischer
Münzen
Die Erhaltung
antiker Münzen
Vorgestellt werden hier vorwiegend antike griechische Bronzemünzen, ergänzt durch einige aus Silber und koloniale Gepräge der Römer. Viele Bilder zeigen Münzen aus meiner Kollektion, einige sind aus Sammlungen von Freunden. Diese sind gekennzeichnet mit PK. Die Bilder und Münzenbeschreibungen wollen dem Einsteiger helfen, seine eigenen Bestände zu vergleichen und allenfalls zu bestimmen. Die Reihe wird laufend erweitert.

Unter dem Button "Unbestimmte" finden Sie Bilder von Münzen, deren Bestimmung mir bis anhin nicht gelungen ist oder deren Zuweisung unsicher ist. Für entsprechende Hilfe danke ich. Adresse unter "Kontakte" auf der Startseite.

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Unbestimmte griechische Münzen
Unknown greek coins



Griechischer Tempel bei Paestum (vor dem 4. Jahrh. hiess die Stadt
Poseidonia)

Foto von: Martin Holzknecht, Innsbruck, Austria







Die griechische Numismatik ist wohl eine der faszinierendsten Kapitel, aber auch eines der anspruchsvollsten. Der Sammler kommt nicht umhin, sich eingehend mit der Geschichte der alten Griechen und deren Mythologie zu befassen. Ein ebenso wichtiger Faktor ist eine gute Bibliothek. Bei Bronzemünzen kann kaum auf einige wichtige Werke verzichtet werden. Auktionskataloge sind wichtige Hilfsmittel zum Bestimmen von Münzen, die "billigen" Bronzen tauchen aber in diesen nur spärlich auf. Die Typenvielfalt ist fast unüberschaubar und es braucht etwas Erfahrung sich in den Stilrichtungen einigermassen auszukennen, weshalb die Bestimmung besonders bei abgegriffenen oder korrodierten Münzen schwierig ist. Die Legenden sind vielfach kaum mehr lesbar, verschiedene Städte verwendeten oft die gleichen Bildersymbole und Atribute wie Dreizack, Tripod, Pferde mit und ohne Reiter, Pegasus, Löwen, stehende und sitzende Göttinnen, Götter und Helden.

Die meisten Gold- und Silbermünzen gehören zum teuersten Segment der Numismatik, viele Bronzemünzen aber können auch heute noch zu günstigen Preisen erworben werden. Es soll aber hier gleich angemerkt werden, dass auch Bronzegepräge in vorzüglich und besser ihren Preis haben und eher noch seltener erhältlich sind als Silbermünzen in gleicher Qualität. Die Bronzenominale waren sozusagen das Geld des kleinen Mannes, unterlagen deshalb einem intensiven Umlauf und wurden stark abgenutzt. Auch unterliegt Bronze, im Gegensatz zu Münzen aus edlen Metallen, einer starken Korrosion.

Erste Münzen

Die ersten Münzen entstanden um etwa 650 bis 600 vor Christus unter dem sagenhaft reichen König Krösus in Lydien, im inneren Kleinasiens. Allerdings waren es einfache Knollen aus Elektron, das ist eine natürliche Mischung aus Gold und Silber Gehalt. Je nach Silberanteil ist Elektron mehr oder weniger hellgelb. Damals war die Technik zum scheiden von Gold und Silber noch nicht bekannt. Auf diesen ersten Münzen befanden sich noch keine "Bilder", sondern lediglich unregelmässige Muster auf der Vorderseite (Avers), die Rückseite (Revers) wies meist ein Inkusum auf, meist quadratisch oder rechteckig. Die sogenannten "Schildkröten" von Aegina waren die ersten Münzen mit einer bildlichen Darstellung. Es folgten dann die Eulen aus Attika (Athen) und die Münzen mit dem Pegasus (Flügelross) aus Korinth. Waren es zu beginn der Münzenprägung eher einfache Symbole und in der Regel ohne Schrift, erreichten die Gepräge um 400 bis 250 vor Christus ihren künstlerischen und gestalterischen Höhepunkt. Die stilvollen Portraits der Gottheiten der Mythologie, vorwiegend auf dem Avers und die gehaltvollen Rückseitendarstellungen gehören mit zum Schönsten der Stempelschneidekunst.

Was soll man sammeln?

Nur die wenigsten Sammler können es sich leisten, teure Silber-, Elektron- oder gar Goldmünzen zu kaufen. Nicht weniger reizvoll aber kann das Sammeln von Bronzenominalen sein. Jede Münze wurde einzeln von Hand geschlagen. Da die Stempel in relativ schlechtes Eisen geschnitten wurden, mussten die Münzenbilder öfters nachgearbeitet werden. Somit sprangen nur kleine Serien vom genau gleichen Stempelschnitt von der Präge. Jede Münze ist ein Unikat mit ihrer eigenen Geschichte.

Da die Typenvielfalt fast unübersehbar ist, könnte sich der Sammler darauf beschränken, zum Beispiel die Münzen einer griechischen Provinz oder Stadt zu sammeln. Ein besonders ästhetischer Anblick sind Portraits der Gottheiten und Heroen wie Zeus, Athene, Aphrodite, Apollo, Herakles, die Auswahl ist riesig. Einige Sammler tragen Münzen mit Abbildungen von Tieren und Fabelwesen zusammen. Leiten lassen kann man sich einfach vom eigenen Geschmack, stilvolle Gepräge gibt es tausende, quer durch die griechische Antike. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Fälschungen

Angesichts der Preise für antike Münzen generell, wird die Numismatik auch zum Tummelfeld der Münzenfälscher. Die Gefahr, neuzeitlich gefälschte Münzen zu erwerben, ist bei den Bronzen weitaus geringer, gelegentlich tauchen Fälschungen auf, die durch Touristen auf Basaren gekauft wurden. Diese sind aber weniger gefährlich, da sie billig hergestellt und künstlich gealtert wurden. Der Einsteiger in den Sektor der antiken Numismatik tut gut daran, Kontakte zu seriösen Sammlern und Händlern zu knüpfen und zu pflegen. Beteiligen Sie sich doch in einem Forum, stellen Sie dort Ihre Fragen. In diesen Foren treffen Sie erfahrene Sammler, die Ihnen Fragen gerne beantworten. Vielleicht ist es etwas teurer, bei einem guten Sammler oder im numismatischen Fachgeschäft zu kaufen, dafür bleibt er aber weitgehend vor unangenehmen Überraschungen verschont. Seriöse Tauschpartner nehmen allfällige, im nachhinein entdeckte Fälschungen problemlos wieder zurück. Es gibt wohl kaum einen Sammler, der nicht schon getäuscht wurde. Mit den Jahren erarbeitet man sich aber die nötigen Erfahrungen beim Beurteilen der antiken Kleinodien.

Erhaltung antiker Münzen

Zur Gestaltung der Preise ist die Erhaltung von vordringlicher Wichtigkeit. Darüber mehr im Kapitel "Erhaltung".


Literatur



Forum in deutscher Sprache: http://www.numismatikforum.de/

Forum in englischer Sprache (hier finden Sie mehr "Griechenfreaks): http://www.forumancientcoins.com/board/index.php



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