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Antike Tonsiegel


Bereits die Griechen der Antike siegelten ihre Schriften, Briefe und Dokumente mit Tonsiegeln. Nasse Lehmknollen wurden auf die Dokumente, meist auf Papyrus geklebt, und wurden mit den persönlichen Zeichen gesiegelt. Oft waren es gebrannte Tonstempel oder in Metall oder Stein geritze Petschaften. Später wurden dazu Siegelringe benutzt, oft kunstvoll geschnitze Achate und andere harte Materialien. Die Siegel trockneten dann auf den Rollen aus, blieben aber brüchig und wurden meist durch Feuchtigkeit, abwechselnd mit Wärme und Trockenheit, zerstört. So blieben wohl viele Papyrus-dokumente erhalten, aber nur sehr wenige Stempel. Die unten abgebildeten Siegel stammen aus einer in der antike abgebrannten Bibliothek. Der Brand zerstörte die Papyrusrollen und ein Teil der Siegel wurden bei idealen Temperaturen gebrannt, andere durch zu grosse Hitze ausgeglüht und zerstört. Einige der Siegel zeigen noch deutliche Spuren des Brandes. Oft findet man auf den Siegeln noch Aschenreste. Besonders in trockenen Gebieten blieben die sehr resistenten, gebrannten Tonsiegel in tadellosem

Villa Adriana in der Nähe von Rom. Diese grossartige Anlage beherbergte auch eine grosse Bibliothek und ein Archiv, die aber beide schon in der Antike zerstört wurden.
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Zustand erhalten.
Die Sigillographie, so die Bezeichnung für die Siegelkunde, gilt bei vielen Forschern als ein Nebenzweig der Numismatik. Wenn man die prächtigen Siegel betrachtet und mit den Bildern antiker Gepräge vergleicht, stehen diese stilvollen und künstlerisch hochstehenden Darstellungen denjenigen der Münzen in nichts nach. Zwar hat dieses Nebengebiet bis heute nur eine kleine Sammlergemeinde und nur einige Wissenschafter beschäftigen sich intensiv damit. Wer aber diese Kleinodien betrachtet, wird sicher damit übereinstimmen, dass dies ein spannendes, wenig bekanntes Betätigungsfeld ist.

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